Museen & Galerien

Inspirationsquelle Outback: Kunst und Kultur sind tief verwurzelt in den einzigartigen Landschaften des Northern Territory. Entdecken Sie spannende Museen, Galerien mit authenti-scher Aborigines-Kunst und Boutiquen, die Besonderes bieten.

Von der Traumzeit bis zum Weltkrieg

Die Sammlungen und fünf Galerien des Museum and Art Gallery of the Northern Territory (MAGNT) in Darwin inszenieren die Geschichte des Northern Territory als spannende Zeitreise von den Felszeichnungen der Aborigines bis zu den japanischen Angriffen auf Darwin im Zweiten Weltkrieg. Versäumen Sie nicht die Kunstwerke indigener und ozeanischer Künstler! Star der naturkundlichen Abteilung ist das präparierte Leistenkrokodil Sweetheart. Kinder begeistert das Discovery Centre mit seinen Experimenten und interaktiven Stationen.

Die japanischen Luftangriffe haben Darwin nachhaltig geprägt und verändert. Die Defence of Darwin Experience lässt die Ereignisse der Jahre 1932 – 1945 packend aufleben – mit Multimedia, interaktiven Exponaten und der Schau „Das Bombardement von Darwin“, dessen Schrecken beim Zuschauen förmlich zu spüren ist. Tiefer in die Militärgeschichte entführt das East Point Military Museum. Wie einst für Zucht und Ordnung gesorgt wurde, verrät das benachbarte Fannie Bay Gaol Museum mit Gefängniszellen und Galgen. Einblicke in die Geschichte und Feinheiten der Perlenzucht gewährt die Australian Pearling Exhibition auf der Stokes Hill Wharf. Sechs Kilometer außerhalb von Darwin zeigt das Australian Aviation Heritage Centre vom Spitfire bis zum B52-Bomber alte Kriegsflugzeuge.

Kakadu

Das preisgekrönte Bowali Visitors Centre im Welterbe Kakadu zeigt ausgezeichnete Ausstellungen zur Tier- und Pflanzenwelt, Geologie und Aborigines-Kultur des Parks. Handgewebte Pandanus-Fußmatten, Dilly Bags und geflochtene Körbe sowie Malereien auf Papier, Rinde und Stoff zeigt die angeschlossenen Marrawuddi Gallery.  Geschichte, Natur und Kultur der Region aus der Perspektive der Aborigines präsentiert das  Warradjan Cultural Centre, dessen Galerie ebenfalls Kunst und Kunsthandwerk örtlicher Künstler ausstellt.

Arnhem Land

Echte, authentische Aborigines-Kunst aus dem Arnhem Land finden Sie bei den drei Galerien Injalak Arts and Crafts, Maningrida Arts and Culture und Elcho Island Art and Craft. Einige der ausgestellten Künstler sind inzwischen so renommiert, dass ihre Arbeiten in australischen und internationalen Sammlungen zu finden sind.

Uluru

Am Fuße des Uluru bieten die mehrsprachigen Ausstellungen des Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre eine ausgezeichnete Einführung in den Park. Lernen Sie in der Nintiringkupai-Ausstellung die Geschichte und Sehenswertes des Nationalparks kenne. Die Tjukurpa-Ausstellung erklärt Ihnen anschaulich das Glaubens- und Gesetzessystem der Anangu.

Echte Aborigines-Kunst finden Sie am Uluru in zwei Galerien. Zentrale Verkaufsstelle für authentische Arbeiten von 800 Künstlern aus 18 indigenen Kommunen ist Maruku Arts, das die Kunst der Pünktchenmalerei auch bei Kursen vermittelt. Ebenso hochwertig sind die Werke, die im Walkatjara Art Centre zu erwerben sind. Betreiber und Besitzer des Kulturzentrums sind die örtlichen Mutitjulu-Aborigines.

Katherine

Wie haben die weißen Siedler im späten 19. Jahrhundert rund um Katherine gelebt? Was erfand ein russischer Erdnussfarmer in Katherine? Und wer war der erste fliegende Arzt? Das verrät im Terminal eines Regionalflughafens aus dem Zweiten Weltkrieg das Katherine Museum. Die Bedeutung der Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg und Nachkriegsaustralien erläutert das Larrimah Museum. In der O'Keeffe Residence verbrachten die Offiziere im Zweiten Weltkrieg ihre Freizeit. Heute gewährt hier ein Museum Einblicke in die Lokalgeschichte. Oder entdecken Sie die Geschichte von Bushrangern und britischen Ordnungshütern in der einstigen Wache von Timber Creek, die heute das Timber Creek Police Station Museum birgt.

Wie kreativ die Aborigines sind, beweist die Katherine Art Gallery mit Arbeiten der örtlichen Jawoyn, Warlpiri and Dagoman. Ebenfalls in der Sammlung vertreten sind Werke von Künstlern aus Arnhem Land, dem Central Western Desert und Westaustralien. Traditionelle und moderne Aborigines-Kunst verkauft die Mimi Aboriginal Arts and Crafts, die von Aborigines betrieben wird. Grafisch, abstrakt und farbenfroh arbeiten Walala Tjapaltjarri, Mitjili Napurrula und Minnie Pwerle. Ihre Werke finden Sie auf dem Weg zur Ktherine Gorge in der Top Didj and Art Gallery, die auch eine große Auswahl an Didgeridoos bietet.  Oder fahren Sie in die Aborigines-Kommune Wugularr, wo das  Ghunmarn Culture Centre in Wuguluarr (Beswick) die Kunst der Aborigines nicht nur ausstellt, sondern auch Schmuck und Kunsthandwerk von indigenen Künstlern verkauft.

Tennant Creek

Zwei Jahre nach Alice Springs, 1874, erhielt Tennant Creek eine Telegrafenstation – sie dokumentiert heute als Museum die Regional- und Kommunikationsgeschichte. 1932 wurde in Tennant Creek Gold gefunden. Setzen Sie den Helm und Ohrschützer auf und erleben Sie bei einer im Battery Hill Centre bei einer Führung durch den Stollen, wie das Edelmetall unter großem Getöse aus dem Gestein gebrochen wurde. Tuxworth Fullwood House, das bis 1978 als Krankenstation diente, eröffnet heute als Museum spannende Einblicke in das Alltagsleben im Outback im frühen 20. Jahrhundert.  Wie sehr die örtlichen Warumungu-Aborigines  mit dem Land verbunden sind, verrät das Nyinkka Nyunyu Cultural Centre.

Eine Stadt wie Alice

In Alice Springs dokumentiert das Museum of Central Australia die Geschichte, Natur und Kultur des roten Zentrums mit uralten Fossilien und Fundstücken der Vorzeit, seltenen Archivaufnahmen und Objekten zu Zeremonien der Aborigines sowie typischen Vertretern aus Flora und Fauna. Kunst und Kunsthandwerk der Ureinwohner vervollständigen die Sammlung. Der Araluen Cultural Precinct birgt neben einer Konzerthalle zwei Kunstgalerien zur Aborigines-Kunst. Die Albert Namatjira Gallery zeigt Originalarbeiten des berühmten indigenen Landschaftsmalers. Bei Central Craft finden Sie Kunsthandwerk und Design von Künstlern aus Zentralausteralien.

Den australischen Pionierfrauen ist die Women’s Hall of Fame gewidmet. Das Strehlow Research Centre gewährt Einblicke in das Leben und Werk von Ted Strehlow, der in Hermannsburg unter Aborigines aufwuchs und als erster Weißer ihre Kultur erforschte.

Auch die alte Telegrafenstation am Stuart Highway ist heute ein Museum. Aus dem Office dringen bis heute die Morsesignale, die einst über die erste Überlandleitung des Kontinents gesendet wurden. Von der Frühzeit der Flying Doctors berichtet das Central Australian Aviation Museum. Busse, Tracks und andere Vehikel, mit denen der fünfte Kontinent durchquert wurde, stellt die National Road Transport Hall of Fame aus – und eine Schienenlegende: The Ghan, der 1929 erstmals von Adelaide nach Alice Springs ratterte.